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Online-Buch, Heavens Door Thomas Gue, arbeitet gern mit talentierten Menschen zusammen. |
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Autor: Thomas Gue Titel: Online-Buch Muster Status: Zur Vorlage Standards: Vorgehensweise Standard-Image Standard-Text |
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Seite1 Schmutztitel |
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Seite2 Rückseite Schmutztitel |
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Seite3 Haupttitel |
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Seite4 Impressum |
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Seite6 Leerseite |
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Erste Umarmung Der Avatar staunte, denn da war der Wal von Lisa Aisato, genau wie auf dem Bild. Das würde ihm keiner glauben, genial, unbeschreiblich, also auf seinem Rücken, da lag, wie sollte er sich ausdrücken, ein junges Mädchen, eine Frau unter Wasser, die sich ausruhte, so ähnlich wie ... war die echt? Ja sie bewegte sich, sie fühlte sich wohl. Der Avatar wunderte sich, in wessen Traum war er da nur gelandet? Sie sah ihn und winkte, er drehte sich erst um, doch dann winkte er zurück, Blickkontakt. Er sah ein Schild und wusste, die Tiefschlafphase würde gleich beginnen, er machte sich bereit, und hörte noch, so ähnlich wie Boom snap clap, boom boom snap clap, sshhh ... Es war ein norwegisches Lied, ganz anders als die Lieder, die er kannte, und er sah unter sich, er stand auf einem Wal, verrückt, oder? Der Rhythmus war schön, so leicht, er erinnerte ihn an viele Sachen, an eine Biene, an eine Mundorgel, an eine Tanzfläche, er ging vorsichtig mit, wippte leicht mit dem Schuh, begann zur Musik zu tanzen, auf diesem Wal. Irgendwann sah er hinüber, zum anderen Wal, und siehe da, sie tanzte auf diesem Wal, und sie sah zu ihm herüber, beim Tanzen, zu einem norwegischem Lied, was tanzte man denn dazu, keine Ahnung, hörte er sich sagen, schönes Lied. Er tanzte. Alles passte, er kannte den Tanz nicht, vielleicht war er Ogg, vielleicht aber auch nicht. Die Stimmen der Wale konnte man Kilometer weit hören. Sie sah ihn an, eine Wärme strahlte durch seinen Körper, war es ihr Lächeln mit den Augen, oder war es eine Erinnerung. Meeresströmungen hielten die Wale auf Kurs, unglaubliche Tiefe, der Avatar dachte über das Tanzen nach, da war ein, andererseits hatte er sich gerade mit einem Tanzlehrer unterhalten, und der hatte ihm gesagt, der Mann führte durch die Verlagerung seiner Hüfte, zumindest in der Theorie. Es war ein schöner Tanz, er löste eine Art Sehnsucht aus, aber wonach genau, das konnte er nicht beschreiben. Es war kein Tango, es war kein Samba, es fühlte sich eher an wie eine Umarmung, die sich zwischen Tiefschlaf und Rem-Phase zu Hause fühlte, als wäre sie schon immer da gewesen. Sie tanzten, und sie hatten Zeit, denn erst früh morgens würden die Wale die Traum-Tiefe verlassen und an die Oberfläche zurückkehren. Ja, ein schöner und ein seltener Traum. Wahrscheinlich war es einer der Träume, an die man sich nicht erinnert, wenn man aufwacht. |
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